Marathon 2013 – III Ein Satz mit X

Was ist?

Das war wohl nix!

Tja, genau wie im vorherigen Artikel Marathon 2013 – II  schon befürchtet, war der Winter lang und kalt und leider auch mit viel Schnee verbunden. Ich aber bin eisern durch den Wald gerannt, habe einen Umzug und einen Arbeitsplatzwechsel in dieser Zeit bewältigt, und es kam wie es kommen musste! Mitte Januar habe ich mir meinen Vorfuß geprellt und hatte wochenlang tierische Schmerzen. Zudem wurde beim Röntgen eine Zyste im Zeh festgestellt, und bis ich einen Termin beim speziellen Fußchirurgen hatte, sollte ich meinen Fuß auch nicht zu stark belasten. Letztendlich waren es fast 2 Monate Laufpause und ich musste quasi wieder bei Null beginnen.

Zu diesem Zeitpunkt wollte ich mir noch nicht eingestehen, dass das mit einer Teilnahme am diesjährigen Berlin-Marathon nichts wird.

Mein Ehrgeiz wollte einfach nicht wahrhaben, dass ich nach dieser Pause nicht einfach in Trainingsmonat 6 springen konnte. Der Körper rächte sich mit Erkältung und Schmerzen, ich hatte keinen Trainingsrhythmus und, was am allerschlimmsten war, auch keine Freude mehr am Laufen.

Das durfte nicht passieren! Das war klar!

Also, alles wieder auf Anfang, wieder hören was der Körper braucht. Krafttraining wieder in den Wochenplan integrieren, und, bei mir ganz wichtig, Trainingspausen einhalten! Den Schwerpunkt auf kontinuierliches Training legen und den Spaß am Bewegen wieder in den Vordergrund rücken.

Warum hier?

Eigentlich wollte ich mir durch die Öffentlichkeit Druck machen, einen zusätzlichen Anreiz schaffen, weil ich wusste, dass im Laufe einer Marathonvorbereitung genau diese Durststrecken kommen. Aber gerade dann ist es wichtig, immer wieder den Sinn eines Unterfangens zu überdenken und gegebenenfalls auch Ziele anzupassen – für mich auf jeden Fall, denn Zähne zusammen beißen, das kann ich schon.

Und nun?

Erst mal halte ich mich an meine guten Trainingsvorsätze, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Mittlerweile hat ein Hundertjähriger den Marathon bewältigt, also habe ich noch genug Zeit. Alles hat seine Zeit, und eine Marathonvorbereitung lässt sich eben nicht immer ins Leben integrieren.

Ach so, ich hab das Buch “Born to run” gelesen und zum Geburtstag Barfußschuhe bekommen, aber dieses Projekt gehe ich etwas langsamer an ;-) – das hab ich mir versprochen.

 

August 29, 2013 |  by  |  Competenz
 

Comments are closed.